Erlernen Sie die Rezensionstechnik im Profi Curriculum, Modul II

Sie ist unerläßlich, um die Selbstreflexion und Beobachtung zu fördern, sich aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Hier lösen sich dann häufig alte Glaubssätze wie "Was sagen die anderen" auf und verlieren ihre destruktive Wirkung, neues Verhalten wird möglich!

Termine

 

Gary Craig, Entwickler von EFT:
Der Grund für jedes negative Gefühl liegt in der Unterbrechung des Energiesystems des Körpers

www.eft-netzwerk.org

Angst vor Konflikten


Neue EFT-Anwendung in der Trauma-Bearbeitung
Neben der Tearless Trauma Therapie (TTT), der Film- und Kinotechnik, habe ich durch Zufall eine neue EFT-Technik entwickelt, die bei sehr tief sitzenden Ängsten, wo das Gefühl und die Situation dissoziiert werden, hilft. Ich setze sie in der Traumabearbeitung ein und nenne sie: Rezensionstechnik. Den Einsatz möchte ich anhand eines Erfahrungsberichtes verdeutlichen.

Eine Frau war zu mir in die Sprechstunde gekommen, weil sie große Eheprobleme hatte. Sie scheut jeglichen Konflikt, versucht, ihrem Mann alles Recht zu machen. Der Mann reagiert darauf mit immer größer werdender Agressivität. Eine Verdeutlichung des sich bedingenden Verhaltens auf der Verstandesebene ist nicht möglich, die Frau verbietet sich jegliche eigenen Bedürfnisse im familiären Kontext. Im Beruflichen ist sie da wesentlich sicherer und vertritt ihre eigenen Standpunkte. Nachdem dies herausgearbeitet war, kam die Frage:
"Woran erinnert Sie das?" Keine Antwort.
"Woran erinnert das die "kleine Edith" (Name geändert)?"
"Sie hat abends am Fenster gesessen und konnte nicht schlafen, weil die Eltern sie allein gelassen haben. Hat große Angst gehabt."
"Wie haben die Eltern darauf reagiert?"
"Das durfte ich niemandem sagen."

Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass Edith mit physischer und psychischer Gewalt Leben gelernt hat.
Die "kleine Edith" wurde mit einer Arbeit aus der Positiv Imaginativen Traumatherapie in Sicherheit gebracht und das Ergebnis mit EFT gefestigt.

So war es erstmals möglich, dass die Erwachsene sich dem Thema, wie sie Konflikte ihrem Mann gegenüber ansprechen könnte, zuwenden konnte.
Tearless Trauma Technique: "Was würden Sie vermuten, wie hoch ist der Stesslevel, wenn Sie sich vorstellen, Sie würden Ihrem Mann widersprechen?"
"Ganz hoch."
Eine Klopfrunde brachte keine Veränderung, da die Vorstellung, dem Mann zu widersprechen, überhaupt nicht möglich war.

Filmtechnik: "Welche Überschrift hätte der Film, wenn Sie diese Situation sehen?"
Eine Überschrift war nicht möglich, das einzige war, dass sie sich stehend sah, mit wütendem Gesicht und der Mann saß auf einem Stuhl mit wütendem Gesicht.
Kinotechnik: "Wenn Sie sich einen Platz im Kino aussuchen dürften, um den Film zu sehen, wo wäre das?"
"Ziemlich in der Mitte und auch in der Mitte der Reihe."
"Sehen Sie den Film alleine, oder begleitet Sie jemand?"
"Ja, mein Mann sitzt neben mir."
"Dann erzählen Sie während des Klopfdurchgangs doch mal, was sie beide dort auf der Leinwand sehen."
"Es gibt nur dieses Standbild."

Ich spürte, dass eine Verbindung zu dieser Situation nicht möglich war und schlug vor: Können Sie sich mit Ihrem Mann unterhalten und diese Standbild rezensieren?
Das war der Klientin sofort möglich!
Die EFT-Rezensionstechnik war geboren. Während des Klopfdurchgangs kam eine lebhafte Besprechung des Ehepaars über dieses Standbild und ihre Vermutungen darüber zustande. Die emotionale Verbindung war hergestellt.
Ich schlug vor, dass der gerissene Film vom Vorführer repariert worden wäre und jetzt endlich mit der von allen Zuschauern lang ersehnten Vorführung begonnen werden könnte. Jetzt lief die Kinotechnik ab, d.h., das sie den Film in der dritten Person ablaufen lassen konnte während des Klopfdurchgangs. "Die Frau steht da und widerspricht dem Mann, sie sagt:....etc, etc."
Ich fragte nach dem Klopfdurchgang, wie sie sich fühle. Das konnte sie nicht benennen. Ich fragte, ob ihr Mann noch neben ihr sitzen würde. Das bejahte sie und sagte: Wir sind beide ganz ruhig, sitzen friedlich nebeneinander, sagen nichts.
"Wie fühlen Sie sich?"
"Ruhig, es ist nicht gefährlich."

Das war der Durchbruch für eine Verhaltensänderung und hat mir noch einmal gezeigt, wie viel Sicherheit traumatisierte Menschen beötigen. Seitdem habe ich die Technik oftmals eingesetzt, wenn Themen dissoziiert waren und immer mit Erfolg!"

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